Marktredwitzer Krippenweg und Krippenausstellung im Egerland-Museum

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Dem Wunsiedler Filmemacher Stefan Frank ist es gelungen, das im Egerland-Museum ausgestellte Krippendiorama "Volksfest" auf erfrischende und sympathische Art zum Leben zu erwecken.

 

Hier geht es zum Kurzfilm: Volksfest+Musikanten

https://vimeo.com/stefanfrank/volksfest

 

Die Krippenszene ist Teil der Ausstellung und kann noch bis zum 28.01.2018

im Egerland-Museum bewundert werden.

 

Der Eintritt ist frei!

 

 


Krippenkunst in Marktredwitz

 

 

Die Krippenkunst in Marktredwitz hat eine lange Tradition. Früher wurden Weihnachtskrippen zunächst nur in katholischen Ländern und deren Kirchen aufgestellt, da die Krippenhersteller ihre Kunstwerke meist den Kirchen stifteten.

 

Mit der Zeit konnten jedoch auch privilegierte Bürger Krippen kaufen und diese als Hauskrippen zu Weihnachten aufstellen – die eigene Weihnachtskrippe war der Stolz des Bürgers. In katholischen Regionen entstand so eine rege Krippentradition, während in evangelischen Regionen die Krippenpflege nicht bekannt oder sogar verpönt war.

 

Umso mehr ist zu würdigen, dass sich in und um Marktredwitz eine Besonderheit der Krippendarstellung entwickelt hat – der Volksmund spricht von der „Rawetzer Landschaftskrippe". Um 1850 modellierten verschiedene Töpfermeister Krippenfiguren aus Ton und so begann die große Zeit der Marktredwitzer Krippen.

 

           

Der Marktredwitzer Krippenweg

Entstanden ist der Krippenweg 1989 aus dem alten Brauch des Krippenschauens. Der Marktredwitzer Krippenweg findet im Stadtgebiet von Marktredwitz und den Ortsteilen statt. Beginnend im Advent werden bis Januar Krippenführungen zu Fuß oder mit dem Kleinbus angeboten. Aber was macht den Marktredwitzer Krippenweg so einzigartig?

 

Persönliche Einblicke       

Die Besonderheit des Marktredwitzer Krippenwegs – die „Kripperer" öffnen auch die Türen ihrer Privatwohnungen und geben den Besuchern ganz persönliche Einblicke, erzählen Anekdoten und ermöglichen so ein wirklich unvergleichliches Krippen-Erlebnis. Ein bisschen wie das Schlüsselloch-Gucken ins weihnachtliche Wohnzimmer …

           

Beeindruckende Krippen

Oft nehmen die Marktredwitzer Landschaftskrippen die Größe eines ganzen Zimmers ein. Sie beinhalten Hunderte kunstvoll gestalteter Figuren, sie zeigen ganze Landschaften mit Bergen, Wäldern und Flüssen. Teilweise werden in den Krippen ganze Geschichten erzählt. Ein bisschen wie im Märchen …

 

Wunderbare Vielfalt

Keine Krippe gleicht der anderen – jede hat ihre Besonderheit. Die Krippenliebhaber stellen auch heute noch tage- und wochenlang mit viel Liebe und Phantasie herrliche Szenarien dar, dekorieren mit Steinen, Wurzeln und Steinmoos. In jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Ein bisschen kindliches Staunen …

 

 

Hier das Krippenwegprospekt zum Download

 

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„Krippen schauen und staunen"

 

Eine Auszeit vom geschäftigen Getriebe der Weihnachtszeit zu finden und eine besinnliche Pause einlegen, ist heute der Wunsch sehr vieler Menschen. Möglich ist das im Egerland-Museum Marktredwitz. Schöne und sehr alte Krippen in angenehm ruhiger Atmosphäre zu bewundern, sollte einen Besuch Wert sein.

 

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Das besondere Schaustück der Ausstellung ist eine große Kastenkrippe aus dem Bestand der Diözese Regensburg. Der barocke dreiteilige Schrein wurde vor langer Zeit zu einem Krippengehäuse umgebaut und von einem Kirchenmaler neu gefasst. Darin sind Stadtkulissen und Figuren aus dem 19. Jahrhundert zu Krippenszenen arrangiert. Die im orientalischen Stil geschnitzten und bemalten Krippenfiguren sowie viele Tiere stammen aus den Händen eines versierten Bildhauers in Böhmen. Zur Freude des Egerland-Museums und der Stadt Marktredwitz hat Herr Bischof Dr. Rudolf Voderholzer höchstpersönlich an der Ausstellungseröffnung im Rahmen eines Pressegesprächs am 1. Dezember 2017 teilgenommen. Neugierig ist er auch auf einige Marktredwitzer Landschaftskrippen und die „Kripperer", die er im Anschluss besucht. 

 

Ebenfalls im Mittelpunkt steht die Hauskrippe der Familie von Werner und Helmut Michl aus Schwarzenbach a.d. Saale und Oberleuthersdorf bei Joachimsthal. Die Krippe wurde 1963 in Erinnerung an die alte Heimat im Egerland geschaffen. Sie kam im Jahr 2014 als Schenkung in den Bestand des Egerland-Museums.   

 

August Graser (1879 – 1966), der in Dörflas beheimatet war, gilt in „Kripperer"- und Sammlerkreisen als einer der besten Krippenhausbauer in Marktredwitz. Typisch sind seine aufwändig gestalteten alpenländischen Häuser im sogenannten Schweizerstil. Mit viel Geduld und handwerklichem Geschick fertigte er unzählige dieser kleinen Kunstwerke an. Einige davon kann man über die Weihnachtszeit im Egerland-Museum bewundern. 


Des Weiteren kommen viele Marktredwitzer Tonfiguren aus dem eigenen Bestand, die bis zu 150 Jahre alt sind und bisher nicht zu sehen waren, zur Ausstellung. Zusätzlich hat der Marktreditzer Albin Artmann seine ältesten und schönsten „Rawetzer" Figuren aufgestellt. Zu sehen sind das Paradies mit Adam und Eva, ein Geburtstempel, berittene Könige mit Pferden und Kamelen, Jagdszenen und vieles mehr.

 

Als Rarität wird eine originale alte Kastenkrippe mit Porzellanfiguren aus dem Raum Schlaggenwald gezeigt. Noch seltener sind die acht Mustertafeln, auf denen ein kompletter Satz dieser Egerländer Porzellan-Krippenfiguren fixiert ist. Der Förderverein des Egerland-Museums hat diese Neuerwerbungen dankenswerter Weise ermöglicht.

 

Wie jedes Jahr nimmt das Egerland-Museum am Marktredwitzer Krippenweg teil. Die Figuren und Häuser sind in Anlehnung an die historischen Vorbilder aus der Zeit um 1920 in eine Alpenlandschaft gesetzt. Zu sehen sind auf 14 Quadratmetern Almszenen im Hochgebirge, Holzfrevel, ein fröhliches Dorffest und viele weitere originelle „Stücke". Eine Brauerei, eine Mühle, flanierende Bürger oder Landwirte bei der Arbeit gehören ebenfalls zum Programm. Für den Aufbau dieser reich bestückten Landschaftskrippe konnte erneut der ortsansässige „Kripperer" Albin Artmann gewonnen werden. Ganz in der Tradition seiner Familie baut er jedes Jahr zur Weihnachtszeit auch zu Hause eine Krippe mit den tönernen Figuren der Marktredwitzer Töpfereien Meyer und Patz auf.


 

„Schauen und staunen" beim Rundgang durch die Krippenausstellung:

Was gibt es Schöneres, als sich auf Advent und Weihnachten einzustimmen.

 

Die Krippenausstellung ist vom 1. Dezember 2017 bis zum 28.01.2018 zu sehen.

 

Öffnungszeiten:   Dienstag bis Sonntag, von 14:00 bis 17:00 Uhr

                            Über den Krippenweg vom 26.12.2017 bis 07.01.2018:

                            Montag bis Sonntag, von 10:00 bis 18:00 Uhr

                            Geschlossen am 24., 25. und 31.12.2017


Andere Öffnungszeiten für Gruppen sind nach telefonischer Anmeldung möglich.

 

Kontakt:

Egerland-Museum,

Fikentscherstr. 24,

95615 Marktredwitz

Tel. 09231 / 3907

info@egerlandmuseum.de

www.egerlandmuseum.de