La Mure

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  La Mure
(Departement Isére, Südfrankreich) 

 

La Mure liegt rund 1.100 Kilometer von Marktredwitz entfernt im Südosten Frankreichs. Um La Mure trifft man die ganze Bandbreite alpiner Erscheinungsformen an. Die Flora zeichnet sich durch große Vielfalt aus: Fichten- und Tannenwälder, mit Lavendel und Pinien bewachsene Hänge, von Rhododendren und Wacholder bedeckte Heideflächen, zahlreiche Enzianarten und Edelweiß. Durch die Schaffung des la-mure2ParcNational des Ecrins konnten Tierarten wie Gemse, Steinbock und Murmeltier vor dem Aussterben bewahrt und selten gewordene Tiere (Hermelin, Steinadler) wieder angesiedelt werden. Ab Grenoble führt die historische Route Napoléon (N 85) 40 Kilometer in Richtung Sisteron hinauf zur Matheysine-Hochebene, an deren südlichen Ausläufern, in 900 Meter Höhe, La Mure gelegen ist.

Verwaltungsmäßig gehört La Mure zum Departement Isère, dessen Hauptstadt die Metropole Grenoble ist. Der 6.000 Einwohner zählende Kantonshauptort La Mure ist Industrie-, Handels-, Verwaltungs- und Schulzentrum des von Gebirgsmassiven umrahmten Plateau Matheysin, auf dem rund 17.000 Menschen leben.

1968 kündigte die Staatsregierung an, die Zeche von La Mure schließen zu wollen. Seither ist die Stadt im Strukturwandel begriffen. Die Stilllegung erfolgte im Frühjahr 1997. Durch weitere Industrialisierung soll der Verlust der Arbeitsplätze ausgeglichen werden. Diverse Fertigungs- und Dienstleistungsbetriebe haben sich schon im neuen Industriegebiet angesiedelt und rund 1.250 Stellen geschaffen. Dazu sieht man die Zukunft im aufstrebenden Fremdenverkehr.

Sehenswürdigkeiten und kulturelle Highlights: Historische Altstadt, Markthalle (1309), traditioneller Montagsmarkt, romanische Kapelle, Matheysine-Museum, Schloß aus dem 15. Jahrhundert, Glockenturm (1720), Gebäude aus der Belle Epoque (Rathaus, Krankenhaus, Gymnasium), Marienwallfahrtsort La Salette, Schmalspurpanoramabahn, la-mure3Bungeesprungzentrum, Nationalpark, Gletscherseen, herrliche Alpenkulisse, weitläufiges Wintersportgebiet, reges kulturelles Leben (Musikgruppen, Chöre, weithin bekannte mexikanische Folkloregruppe). 

Geschichte:

Der Name La Mure geht auf die präindoeuropäische Wurzel MUR („Felsenhügel") zurück und kennzeichnet die Lage der Stadt. Ausgrabungen zeugen von römischer Besiedlung. Im Mittelalter entwickelte sich La Mure zu einem bedeutenden Marktflecken. Während der Religionskriege (1580) wurde die stark befestigte und hauptsächlich von Protestanten bewohnte Stadt weitgehend zerstört. Am 7. März 1815 rastete der von der Verbannungsinsel Elba zurückgekehrte Napoleon I. auf seinem Marsch nach Paris auf dem Kalvarienberg. Bei Laffrey kam es zum berühmten Treffen mit den königlichen Truppen. Nagelschmiede, Handschuhmacher und Hanfweber ermöglichten im 18. Jahrhundert eine zweite Blüte, bevor die Anthrazitmine wirtschaftlicher Motor des Plateaus wurde.

Weitere Informationen finden Sie unter www.lamure.fr