Castelfranco Emilia

 

castelfranco

 

 Castelfranco Emilia
(Provinz Modena, Italien)

 

 

Die Gemeinde Castelfranco hat 32.000 Einwohner, die Stadt selbst 19.000. Sie liegt an der berühmten von Römern erbauten Straße „Via Emilia", die der ganzen Region um Bologna den Namen gegeben hat: Emilia-Romagna. 

 

Die Gemeinde hat große Vororte, darunter Piumazzo (5.000 Einwohner) sowie Gaggio, Manzolino und castelfranco3Cavazzona (mit je 2.000 Einwohnern). Die Gemeinde Castelfranco hat zwei Realschulen, sechs Grundschulen, acht Kindergärten, fünf Kinderkrippen und eine Scuola Superiore, die zum Abitur führt, also unserem Gymnasium vergleichbar ist. Der Spezialisierung der Gymnasien in Italien entsprechend handelt es sich um ein „Liceo della Agricoltura", ein Gymnasium mit landwirtschaftlichem Schwerpunkt. Die Stadt hat auch ein großes Krankenhaus und eine Einrichtung für Behinderte. Sie wurde mit der Silbermedaille für den Widerstand gegen den Nazismus und Faschismus ausgezeichnet.

 

Verkehrsmäßig ist die Stadt sehr gut erschlossen – parallel zur Via Emilia (heute zur Staatsstraße SS 9 ausgebaut) verläuft die wichtige Autobahn Turin - Mailand - Bologna - Florenz - oder Ancona - Bari, die 'Autostrada Nr. 1'. Man erreicht Castelfranco über die Ausfahrt Modena-Süd oder von Osten kommend über die Ausfahrt Bologna Panigale. Castelfranco liegt außerdem günstig an der Hauptbahnstrecke Mailand - Bologna.

 

castelfranco2Von Castelfranco aus ergeben sich viele Ausflugsmöglichkeiten: Bologna (25 km), Modena (13 km) oder das mit Weinbergen überzogene Hügelvorland der Apenninen um Vignola (15 km). Außerdem kann man auf den gut ausgebauten Autobahnen das Meer bei Ravenna und Rimini sowie die Städte Florenz und Mailand in 1 bis 1,5 Stunden gut erreichen.

 

Castelfranco Emilia ist eine sehr saubere Stadt mit breiten Straßen und gut ausgebauten Gehsteigen. An der Hauptstraße liegen zahlreiche Geschäfte hinter malerischen, in Italien üblichen Bogengängen. Es gibt viele Gaststätten, in denen man sehr gut essen kann: „Alla Bolognese".

 
Besonders schön sind die vom Verkehr abgelegenen Plätze (Piazza della Vittoria) und Straßen, z.B. zum Bahnhof – mit Baumreihen und Gartenanlagen um das Rathaus. In Castelfranco gibt es eine Stadtkapelle, Chöre und Sportvereine aller Disziplinen. Jedes Jahr findet in der zweiten Septemberwoche das „Festa del Tortellino" statt.

Die wirtschaftlichen Verhältnisse sind gut, es gibt wenig Arbeitslose. Die Stadt liegt im fruchtbarsten Gebiet Italiens – hier ist kaum ein Quadratmeter unbebaut. Es wächst der berühmte Hartweizen, es werden castelfranco4verschiedene Rebsorten angebaut, aus denen zum Beispiel der Wein „Il Bianco di Castelfranco" und der Rotwein „Lambrusco" hergestellt werden. Außerdem werden Artischocken, Tomaten, Bohnen, Zwiebeln usw. auf den Feldern rund um Castelfranco angebaut. Gute Abnehmer sind die nahen Großstädte. Aus der Region kommt auch die berühmte Käsesorte Parmigiano Reggiano. Neben der Landwirtschaft gibt es noch viele andere Betriebe: Ziegelwerke, Maschinenbau, Möbel- und Textilindustrie. Ganz in der Nähe befinden sich das Zentrum der italienischen Fliesenindustrie (Sassuolo) und die Ferrari-Autofabriken.
 

Geschichte


Der Name Castelfranco beschreibt eine festungsartige Anlage aus dem Mittelalter. Im 13. Jahrhundert hat die die Gemeinde Bologna beherrschende Familie Visconti an der Straße „Via Emilia" eine vorgelagerte Festung gebaut, um Angriffe vor allem seitens Modena abzuwehren. Es handelte sich um eine viereckige Anlage mit je einem Turm an den Ecken. Das Beiwort „franco" geht auf „frei, unbehelligt" zurück. Verfolgten konnte die Festung Schutz gewähren.

 

Nachdem Castelfranco im Jahr 1506 Teil des Kirchenstaates geworden war, wurde 1628 von Papst Urbano VIII Barberini eine grandiose Festung erbaut (wenige Meter vom Schloss entfernt), die heute als Gefängnis dient. Um sie zu erbauen, wurden die Türme und die Stadtmauer abgerissen. 1796 rissen Napoleons Truppen einen Teil der Festungsmauern ein.

 

In Castelfranco ist ein berühmtes Bild von Guido Reni mit dem Namen „L’Assunta" („die Heilige Jungfrau") aus dem Jahr 1627 erhalten, das in der Kirche Santa Maria aufbewahrt wird. Im Jahr 1927 ging Castelfranco von der Provinz Bologna zu der Modenas über. 

 


Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.comune.castelfranco-emilia.mo.gov.it/servizi/notizie/notizie_homepage.aspx

 

Die Städtepartnerschaft mit Castelfranco Emilia wird intensiv gepflegt vom Marktredwitzer Club Italiano.

 

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