Geographisches Informationssystem

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Geographisches Informationssystem

Bericht des Stadtbauamtes zum Ablauf der GIS Einführung

Im Juli 2000 stellten wir erste Überlegungen an ein Geographisches Informationssystem anzuschaffen. Schnell wurde uns klar, dass dies keine leichte Aufgabe darstellt.

Nach einigen Vorstellungen und Angeboten von Firmen, die ein GIS-System vertreiben, stellten wir fest, dass es hier anscheinend kaum Unterschiede gibt. „Jedes Programm kann fast alles."

Am schwierigsten schien uns die Suche nach dem Programm, das am besten zur Stadt Marktredwitz und zu den bereits bestehenden Programmen passt. Daraufhin überlegten wir, ob es hier nicht sinnvoll wäre, einen Berater einzuschalten und ließen uns einige Angebote von Beraterfirmen erstellen.

Unsere Entscheidung fiel auf die Fa. SRP-ITD, da sie unseres Erachtens das günstigste und beste Angebot abgegeben hat. Somit wurde mit ihr der entsprechende Vertrag im September 2000 abgeschlossen. Inhalt war die Begleitung und Beratung bei der Auswahl und Einführung eines GIS-Systems.

Damals hatten wir als Zeitrahmen ca. 10 Wochen bis zur Einführung des Systems vorgesehen. Heute wissen wir, dass dies unmöglich ist, da der „normale Betrieb" ja nach wie vor weitergehen muss.

Ab Oktober 2000 begann Herr Panek (SRP-ITD) mit der Analyse der Stadtverwaltung, der Stadtwerke und des Kommunalunternehmens Abwasserbeseitigung Marktredwitz.

Ziel dieser Analyse war die Erstellung eines Pflichtenheftes mit folgendem Inhalt:

* Infrastruktur EDV
* Erstellung eines Anforderungsprofils an ein GIS-System
* Konzept zur Aufbereitung bzw. Integration vorhandener Daten
* Kostenschätzung für Datenerfassung und Beschaffung Hard- u. Software
* Fachliches Konzept

Im Juli 2001 war es dann soweit, dass das Pflichtenheft präsentiert und in der neu gegründeten GIS-Arbeitsgruppe durchgesprochen wurde.

Nach Ergänzung einiger Kleinigkeiten wurde das Pflichtenheft im September 2001 an insgesamt 22 Firmen versandt und um Abgabe ihrer Angebote gebeten.

Im Oktober 2001 trafen die Angebote ein und wurden von Herrn Panek gesichtet, in einer Matrix gegenübergestellt und ausgewertet. Ab diesem Zeitpunkt war uns klar, dass es doch einige Unterschiede in den jeweiligen Systemen gibt.

Nach einer Besprechung in der GIS-Arbeitsgruppe wurden im Dezember 2001 die Einladungen an 6 Firmen zum Systemtest bei uns im Hause versandt. 5 Firmen waren auch bereit, sich der Herausforderung zu stellen.

Bei der Durchführung des Systemtestes im Januar 2002 konnten die Firmen beweisen, ob ihr Programm den Versprechungen gerecht werden konnte. Hierzu wurden ihnen in digitaler und herkömmlicher Weise Originaldaten übermittelt und folgende Aufgaben gestellt:

1. Kurzvorstellung der Firma
2. Anbindung der bestehenden Software an das GIS-System
3. Präsentation der übergebenen Fachdaten

Dieser Systemtest ist wirklich empfehlenswert, da es sich hierbei erst herausstellt, welche Stärken und Schwächen das jeweilige System besitzt.

Nach dem Test stellte Herr Panek von der SRP-ITD wiederum eine Matrix zusammen in der die Lösung der Aufgaben nach einem Punktesystem bewertet wurde. Hierbei haben erwartungsgemäß die Firmen Geoinform und Softplan als beste abgeschlossen.

Daraufhin wurden die beiden Firmen im Februar 2002 noch einmal nach Marktredwitz eingeladen, damit vor Ort ein detailliertes Angebot mit den für uns notwendigen Fachschalen eingeholt werden konnte.

Nach intensiven Preisverhandlungen, bei denen uns Herr Panek und Herr Bednarek durch ihre Beratung mindestens 20.000 bis 25.000 € erspart haben, wurde dann Ende Februar in der GIS-Arbeitsgruppe die Entscheidung getroffen, welches System angeschafft werden soll.

Unsere Entscheidung fiel dann zugunsten der Fa. Geoinform.

Im März 2002 wurde das Projekt „Einführung eines GIS-Systems" in den entsprechenden Gremien behandelt und die Anschaffung beschlossen.

Daraufhin wurden die entsprechenden Verträge geschlossen und Anfang Mai 2002 konnte das System auf unseren neuen Arbeitsstationen installiert werden.

Anschließend wurden die Mitarbeiter in den EDV-Grundlagen und in den jeweiligen Fachschalen geschult und im Juli 2002 konnte das Pilotprojekt starten. Hierbei können die erlernten Kenntnisse angewendet und vertieft werden.

Nach der Abschlussbesprechung des Pilotprojektes war der Auftrag der Fa. SRP erfüllt und wir sind der Meinung, dass es auf jeden Fall sinnvoll und unbedingt nötig war, uns von Beratern wie Herrn Panek und Herrn Bednarek, bei diesem Projekt begleiten zu lassen.

Zum Schluss möchten wir uns hier noch einmal ausdrücklich für die geleistete Arbeit und die freundschaftliche Begleitung bedanken.

Bestandsaufnahme


Die Beteiligten (Stadt Marktredwitz, Stadtwerke und Kommunalunternehmen Abwasserbeseitigung Marktredwitz) haben sich dazu entschieden, die Bestandsaufnahme der Kanäle, Wasserleitungen, usw. mit eigenem Personal durchzuführen und starteten damit im Juli 2002. Hierzu wurde eigens ein Tachymeter angeschafft und die Mitarbeiter eingewiesen.
Die Aufnahmen wurden 2005 abgeschlossen und man hatte eine gute Grundlage geschaffen. Es wurden ca. 120 km Wasserleitung, ca. 4.500 Hausanschlüsse und ca. 100 km Kanalleitungen aufgemessen, was ungefähr 40.000 Vermessungspunkten entspricht.
Die so ermittelten Daten wurden dann ins Zeichenprogramm eingespielt und diese Punkte wurden untereinander verbunden, sodass sich ein Bestandsplan von Leitungen ergeben hat. Da dies alles auf Datenbankbasis erstellt wurde, konnten auch weitere Informationen eingetragen und gespeichert werden, wie z.B. Dimensionierung, Material, Gefälle, Baujahr und vieles mehr. So konnte eine Informationsdatenbank aufgebaut werden, die alles bis hin zur Kanalverfilmung (Schadensberichte) beinhaltet und jederzeit recherchierbar ist.
 

In den Folgejahren mussten diese eingearbeiteten Daten natürlich immer wieder aktualisiert werden und man durfte sich keine Pause gönnen. Im Mai 2013 wurde ein GPS-Gerät angeschafft, welches die Arbeit der Bestandsdokumentation vereinfacht und schneller macht.

Wir haben seit 2005 ca. weitere 47500 Punkte aufgemessen, sodass wir aktuell bei ca. 134 km
Wasserleitungen, ca. 4800 Hauanschlüssen und ca. 155 km Kanalleitungen sind. 

Die Arbeit der Bestandsdokumentation ist nie abgeschlossen, weil es jedes Jahr neue Baumaßnahmen geben wird und wir werden diese weiter aktualisieren!

Bürger:

  • Informationen und Lageplan für Privatgrundstücke
  • Lage des öffentlichen Kanals
  • Lage der privaten Hausanschlussleitung (soweit vorhanden)
  • Lage der Versorgungswasserleitung
  • Lage des privaten Wasserhausanschlusses 

Ingenieurbüros:

  • Angaben zum öffentlichen Kanal (Planungsinformationen)Lage der Versorgungswasserleitung mit Hausanschlüssen
  • Auszüge aus der Digitalen Flurkarte (DFK)
  • Abgabeformat der Daten
  • Codeliste der Stadt Marktredwitz 

Entwurfsverfasser:

  • Angaben zum öffentlichen Kanal (Planungsinformationen)
  • Lage der Versorgungswasserleitung mit Hausanschlüssen
  • Auszüge aus der Digitalen Flurkarte (DFK)