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Teil 5 - Der Festplatz in Rawetz



Seit 1834 wurde alljährlich vom Schützenverein ein Hauptschießen veranstaltet, bei dem die Schützen im Festzug mit Musik zur Schießstätte zogen. Durch das erfolgreich gestaltete Vereinsleben unter dem Vorstand Dr. Friedrich Tuppert wurde zum ersten Mal im Jahre 1862 beim Hauptschießen ein Schützenkönig ermittelt.
Als 1864 Dr. Tuppert Redwitz verließ und nach Wunsiedel zog, hatte der Verein ihn für seine Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt. Durch Dr. Tupperts Wegzug geriet der Verein in eine Krise, deren Ursache nicht bekannt ist. Zwischenzeitlich entstanden in Marktredwitz noch zwei Zimmerstutzenvereine. Erst im Jahr 1901 gelang es, das Vereinsieben wieder in Gang zu bringen und zum Stiftungstest 1902 fand wieder ein alljährliches Schützenfest statt. Zum Hauptschießen 1911 unter dem Vorstand des Malermeisters Karl Brug stifteten Kaiser Wilhelm der II., Fürst Thurn und Taxis, sowie Prinz Luitpold von Bayern sehr wertvolle Preise. Zu diesem Anlass hatte der Verein in München eine Schützenkette gekauft. Mitglied Georg Röder als Sieger durfte die Schützenkette zum ersten Mal tragen.
Durch den 1. Weltkrieg verlor der Verein zehn Mitglieder. Nach diesem Krieg traten sehr viele Marktredwitzer der Schützengesellschaft bei. So stieg die Mitgliederzahl auf 400. In diesem Jahr wurde der Neubau einer Schießanlage getätigt und vom 4. bis 12. Juli fand das 17. Ober- und Unterfränkische Bundesschießen statt. Die Zeit danach verlief, alljährlich traf man sich im Juli zum traditionellen Schützen- und Volksfest.
Der Platz zwischen Schlachthof und Schützenhof (jetzt Parkanlage) war in den früheren Jahren der Volksfestplatz (siehe Bild um 1910).
Das Zelt der Kastnerbrauerei stand im Schützenhofgarten, später stellte man zur nördlichen Seite des Gartens das Kaiserhofzelt dazu. Durch den Bevölkerungszuwachs und lebhaften Anteil der Bürger findet seit Jahren das Fest auf dem vom Schützenhof gegenüberliegenden Angerplatz statt.
Nächste Woche beginnt wieder das Volks- und Schützenfest, dazu wünsche ich ein gutes Gelingen und schönes Wetter!


Teil 5 (Original vom 17. Juni 1996), Text und Bild: Christof Müller
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