La Mure
(Departement Isére, Südfrankreich)
2013:
30 Jahre Städtepartnerschaft La Mure - Marktredwitz
50 Jahre Schulpartnerschaft Lycée de la Matheysine - OHG Marktredwitz

GEOGRAPHIE
La Mure liegt 1100 Kilometer von Marktredwitz entfernt, im Südosten Frankreichs, an der Nahtstelle zwischen den von kalt-feuchtem Klima geprägten Nordalpen mit kristallinem Kern und den südlichen Kalkalpen mit überwiegend warmer und trockener Witterung. Um La Mure trifft man damit die ganze Bandbreite alpiner Erscheinungsformen an.
Die Flora zeichnet sich durch große Vielfalt aus: Fichten- und Tannenwälder, mit Lavendel und Pinien bewachsene Hänge, von Rhododendron und Wacholder bedeckte Heideflächen, zahlreiche Enzianarten, Edelweiß. Durch die Schaffung des Parc National des Ecrins konnten Tierarten wie Gemse, Steinbock und Murmeltier vor dem Aussterben bewahrt und selten gewordene Tiere (Hermelin, Steinadler) wieder angesiedelt werden. Ab Grenoble führt die historische Route Napoléon (N 85) 40 Kilometer in Richtung Sisteron hinauf zur Matheysine-Hochebene, an deren südlichen Ausläufern, in 900 Meter Höhe, La Mure gelegen ist.
Verwaltungsmäßig gehört La Mure zum Departement Isère, dessen Hauptstadt die Metropole Grenoble ist. Der 6000 Einwohner zählende Kantonshauptort La Mure ist Industrie-, Handels-, Verwaltungs- und Schulzentrum des von Gebirgsmassiven umrahmten Plateau Matheysin, auf dem 17.000 Menschen leben.

GESCHICHTE
Der Name geht auf die präindoeuropäische Wurzel MUR („Felsenhügel") zurück und kennzeichnet die Lage der Stadt. Ausgrabungen zeugen von römischer Besiedlung. Im Mittelalter entwickelte sich La Mure zu einem bedeutenden Marktflecken. Während der Religionskriege, 1580, wurde die stark befestigte und hauptsächlich von Protestanten bewohnte Stadt weitgehend zerstört. Am 7. März 1815 rastete der von der Verbannungsinsel Elba zurückgekehrte Napoleon I. auf seinem Marsch nach Paris auf dem Kalvarienberg. Bei Laffrey kam es zum berühmten Treffen mit den königlichen Truppen. Nagelschmiede, Handschuhmacher und Hanfweber ermöglichten im 18. Jahrhundert eine zweite Blüte, bevor die Anthrazitmine wirtschaftlicher Motor des Plateaus wurde.
WIRTSCHAFT
1968 kündigte die Staatsregierung an, die Zeche von La Mure schließen zu wollen. Seither ist die Stadt im Strukturwandel begriffen. Die Stillegung erfolgte im Frühjahr 1997. Durch weitere Industriealisierung soll der Verlust der Arbeitsplätze ausgeglichen werden. Diverse Fertigungs- und Dienstleistungsbetriebe haben sich schon im neuen Industriegebiet angesiedelt und 1250 Stellen geschaffen. Dazu sieht man die Zukunft im aufstrebenden Fremdenverkehr.
SEHENSWÜRDIGKEITEN, KULTUR
Historische Altstadt, Markthalle (1309), traditioneller Montagsmarkt, romanische Kapelle, Matheysine-Museum, Schloß aus dem 15. Jahrhundert, Glockenturm (1720), Gebäude aus der Belle Epoque (Rathaus, Krankenhaus, Gymnasium); Marienwallfahrtsort La Salette; Schmalspurpanoramabahn; Bungeesprungzentrum, Nationalpark, Gletscherseen, herrliche Alpenkulisse; weitläufiges Wintersportgebiet; reges kulturelles Leben (Musikgruppen, Chöre, weithin bekannte mexikanische Folkloregruppe).
30 Jahre Städtepartnerschaft La Mure - Marktredwitz
50 Jahre Schulpartnerschaft Lycée de la Matheysine - OHG Marktredwitz

GEOGRAPHIE
La Mure liegt 1100 Kilometer von Marktredwitz entfernt, im Südosten Frankreichs, an der Nahtstelle zwischen den von kalt-feuchtem Klima geprägten Nordalpen mit kristallinem Kern und den südlichen Kalkalpen mit überwiegend warmer und trockener Witterung. Um La Mure trifft man damit die ganze Bandbreite alpiner Erscheinungsformen an.
Die Flora zeichnet sich durch große Vielfalt aus: Fichten- und Tannenwälder, mit Lavendel und Pinien bewachsene Hänge, von Rhododendron und Wacholder bedeckte Heideflächen, zahlreiche Enzianarten, Edelweiß. Durch die Schaffung des Parc National des Ecrins konnten Tierarten wie Gemse, Steinbock und Murmeltier vor dem Aussterben bewahrt und selten gewordene Tiere (Hermelin, Steinadler) wieder angesiedelt werden. Ab Grenoble führt die historische Route Napoléon (N 85) 40 Kilometer in Richtung Sisteron hinauf zur Matheysine-Hochebene, an deren südlichen Ausläufern, in 900 Meter Höhe, La Mure gelegen ist.
Verwaltungsmäßig gehört La Mure zum Departement Isère, dessen Hauptstadt die Metropole Grenoble ist. Der 6000 Einwohner zählende Kantonshauptort La Mure ist Industrie-, Handels-, Verwaltungs- und Schulzentrum des von Gebirgsmassiven umrahmten Plateau Matheysin, auf dem 17.000 Menschen leben.

GESCHICHTE
Der Name geht auf die präindoeuropäische Wurzel MUR („Felsenhügel") zurück und kennzeichnet die Lage der Stadt. Ausgrabungen zeugen von römischer Besiedlung. Im Mittelalter entwickelte sich La Mure zu einem bedeutenden Marktflecken. Während der Religionskriege, 1580, wurde die stark befestigte und hauptsächlich von Protestanten bewohnte Stadt weitgehend zerstört. Am 7. März 1815 rastete der von der Verbannungsinsel Elba zurückgekehrte Napoleon I. auf seinem Marsch nach Paris auf dem Kalvarienberg. Bei Laffrey kam es zum berühmten Treffen mit den königlichen Truppen. Nagelschmiede, Handschuhmacher und Hanfweber ermöglichten im 18. Jahrhundert eine zweite Blüte, bevor die Anthrazitmine wirtschaftlicher Motor des Plateaus wurde.
WIRTSCHAFT
1968 kündigte die Staatsregierung an, die Zeche von La Mure schließen zu wollen. Seither ist die Stadt im Strukturwandel begriffen. Die Stillegung erfolgte im Frühjahr 1997. Durch weitere Industriealisierung soll der Verlust der Arbeitsplätze ausgeglichen werden. Diverse Fertigungs- und Dienstleistungsbetriebe haben sich schon im neuen Industriegebiet angesiedelt und 1250 Stellen geschaffen. Dazu sieht man die Zukunft im aufstrebenden Fremdenverkehr.
SEHENSWÜRDIGKEITEN, KULTUR
Historische Altstadt, Markthalle (1309), traditioneller Montagsmarkt, romanische Kapelle, Matheysine-Museum, Schloß aus dem 15. Jahrhundert, Glockenturm (1720), Gebäude aus der Belle Epoque (Rathaus, Krankenhaus, Gymnasium); Marienwallfahrtsort La Salette; Schmalspurpanoramabahn; Bungeesprungzentrum, Nationalpark, Gletscherseen, herrliche Alpenkulisse; weitläufiges Wintersportgebiet; reges kulturelles Leben (Musikgruppen, Chöre, weithin bekannte mexikanische Folkloregruppe).






