Aufruf der Präsidentin der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe e. V. (DAHW)
Für eine Welt ohne Lepra und ohne Diskriminierung
Seit 30 Jahren ist Lepra heilbar. Mehr als 15 Millionen Menschen könnten seither geheilt werden von dieser Krankheit, die Jahrtausende lang als „Geißel der Menschheit“ galt und die Betroffenen stigmatisiert hat.
Doch heilen können wir nur die Krankheit an sich: die reine Infektion, hervorgerufen durch das Mykobakterium Leprae. Bekommen die Menschen früh genug die rettenden Medikamente, entstehen nicht einmal die für diese Krankheit so typischen Behinderungen.
Was aber bleibt und was keine Medizin auf dieser Welt heilen kann, ist das Stigma der Lepra. Nicht von ungefähr wurde die Krankheit früher „Aussatz“ genannt – eine exakte Beschreibung, was mit den Menschen geschieht, die daran erkranken.
Als es Lepra auch in Deutschland noch gab, sind wir genauso mit den Erkrankten umgegangen: Aus Angst vor Ansteckung haben wir sie verstoßen. Sie gezwungen, in Leprosarien außerhalb der Städte unter ihresgleichen zu leben und ihr täglich Brot zu erbetteln.
Oft passiert dies auch heute noch, wo es Lepra heute noch gibt. Viele Menschen dort können oder wollen kaum glauben, dass Lepra heilbar ist und diskriminieren die von dieser Krankheit der Armen Betroffenen. Sie werden also weiterhin von ihren Mitmenschen verstoßen.
Dies zu ändern, die Heilung der Patienten nicht nur rein medizinisch zu betrachten, ist die Aufgabe, die vor uns liegt. Denn jedes Jahr erkranken mehr als 200.000 Menschen neu an Lepra und rund 4 Millionen Menschen müssen nach der rein medizinischen Heilung mit Behinderungen leben.
Diesen Menschen müssen wir eine Zukunft ermöglichen, indem sie ihr Leben selbst bestimmen können ohne Angst vor Stigmatisierung, Ausgrenzung oder Benachteiligung. Eine echte Hilfe für Lepra-Patienten hört leider nicht mit der letzten Tablette der Therapie auf.
Diese Hilfe ist intensiver als die rein medizinische Behandlung. Lepra gibt es heute in den armen Ländern ohne funktionierendes Sozial- oder Gesundheitssystem, das für diese Menschen sorgen könnte. Daher benötigen wir Menschen, die unser Anliegen unterstützen – mit Spenden, mit Aktionen, mit ihrer Solidarität.
Zum Welt-Lepra-Tag bitte ich Sie herzlich um Ihre Unterstützung.
Gudrun Freifrau von Wiedersperg
Ehrenamtliche Präsidentin DAHW
Frau Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder unterstützt den Aufruf mit der Bitte um Spenden, die weiterhin dringend notwendig sind.
DAHW-Spendenkonto 9696
bei der Sparkasse Mainfranken (BLZ 790 500 00)
Seit 30 Jahren ist Lepra heilbar. Mehr als 15 Millionen Menschen könnten seither geheilt werden von dieser Krankheit, die Jahrtausende lang als „Geißel der Menschheit“ galt und die Betroffenen stigmatisiert hat.
Doch heilen können wir nur die Krankheit an sich: die reine Infektion, hervorgerufen durch das Mykobakterium Leprae. Bekommen die Menschen früh genug die rettenden Medikamente, entstehen nicht einmal die für diese Krankheit so typischen Behinderungen.
Was aber bleibt und was keine Medizin auf dieser Welt heilen kann, ist das Stigma der Lepra. Nicht von ungefähr wurde die Krankheit früher „Aussatz“ genannt – eine exakte Beschreibung, was mit den Menschen geschieht, die daran erkranken.
Als es Lepra auch in Deutschland noch gab, sind wir genauso mit den Erkrankten umgegangen: Aus Angst vor Ansteckung haben wir sie verstoßen. Sie gezwungen, in Leprosarien außerhalb der Städte unter ihresgleichen zu leben und ihr täglich Brot zu erbetteln.
Oft passiert dies auch heute noch, wo es Lepra heute noch gibt. Viele Menschen dort können oder wollen kaum glauben, dass Lepra heilbar ist und diskriminieren die von dieser Krankheit der Armen Betroffenen. Sie werden also weiterhin von ihren Mitmenschen verstoßen.
Dies zu ändern, die Heilung der Patienten nicht nur rein medizinisch zu betrachten, ist die Aufgabe, die vor uns liegt. Denn jedes Jahr erkranken mehr als 200.000 Menschen neu an Lepra und rund 4 Millionen Menschen müssen nach der rein medizinischen Heilung mit Behinderungen leben.
Diesen Menschen müssen wir eine Zukunft ermöglichen, indem sie ihr Leben selbst bestimmen können ohne Angst vor Stigmatisierung, Ausgrenzung oder Benachteiligung. Eine echte Hilfe für Lepra-Patienten hört leider nicht mit der letzten Tablette der Therapie auf.
Diese Hilfe ist intensiver als die rein medizinische Behandlung. Lepra gibt es heute in den armen Ländern ohne funktionierendes Sozial- oder Gesundheitssystem, das für diese Menschen sorgen könnte. Daher benötigen wir Menschen, die unser Anliegen unterstützen – mit Spenden, mit Aktionen, mit ihrer Solidarität.
Zum Welt-Lepra-Tag bitte ich Sie herzlich um Ihre Unterstützung.
Gudrun Freifrau von Wiedersperg
Ehrenamtliche Präsidentin DAHW
Frau Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder unterstützt den Aufruf mit der Bitte um Spenden, die weiterhin dringend notwendig sind.
DAHW-Spendenkonto 9696
bei der Sparkasse Mainfranken (BLZ 790 500 00)
Veröffentlichung vom 23.01. - 29.02.2012






